Montag, 14. Oktober 2013

Das Schneemädchen von Eowyn Ivey

Daten

Weltbild Verlag

Preis: 9,99€

460 Seiten

Softcover

Meine Bewertung








Wolverine River,Alaska 1920


Frau, lass uns in den Garten gehen
Und ein kleines Schneemädchen machen;
Dann wird es vielleicht lebendig,
und wir haben eine kleine Tochter.


Mabel und Jack sind kinderlos geblieben, leben in der rauen Wildnis in Alaska. Schmerz und Enttäuschung  hinter sich lassend, zogen sie als Siedler nach Alaska um ein neues Leben anzufangen. Doch das Leben in der Wildnis fordert seinen Tribut. Die Winter sind rau und kalt und die Sommer kurz und heiß. Alles was sie zum Leben brauchen müssen sie sich selbst erschaffen, indem sie dem Boden beackern und besäen.
Doch beide verlieren nicht den Mut, in dieser Wildnis zu überleben.

 Als der erste Schnee fällt, kommen sie beide auf den Gedanken, sich ein Schneemädchen zu bauen und dieses auch mit Schal und Mütze zu versehen. Selbst rote Bäckchen malen sie ihr ins Gesicht, wahrlich ein schönes Mädchen.

Tags darauf ist das Mädchen weg und auch die Sachen sind nicht mehr da. Mabel und Jack haben das Gefühl aus dem Wald beobachtet zu werden…und tatsächlich sehen sie ein kleines Mädchen das ihren Schal und ihre Fingerhandschuhe trägt. Ist das Schneemädchen echt? Woher kommt das Mädchen?
Wie kann es dort draußen in der Wildnis überleben? Mabel und Jack  glauben, dass es ihr Schneemädchen ist. Ihre Tochter..


Fazit

Ich habe mir die Weltbild Ausgabe gekauft, weil ich vom Preis und vom Cover sehr beeindruckt war. Das Cover gefällt mir richtig gut und transportiert auch das Thema worum es in dem Buch geht. Ich sag euch, es wird kalt, sehr kalt.

Ich konnte beim lesen richtig mitfrieren, ich habe die Flocken vor meinen Augen wirbeln gesehen und auch das ganze Feeling kam so gut rüber, das ich mich manches Mal gefühlt habe, ich wäre bei Mabel und Jack in Alaska.

Man muss das Buch am besten dann lesen, wenn es saukalt ist und Schnee vom Himmel schwebt. Ich habe, mitgefühlt, obwohl hier, leider noch kein Schnee liegt.


Die Geschichte ist so richtig ruhig und liebevoll geschrieben und so authentisch, ich möchte nicht in Alaska leben, denn eigentlich mag ich die Kälte gar nicht. Ich wäre gern zu Besuch bei den beiden gewesen und mit dem lesen des Buches, hab ich mich auch so gefühlt. Es ist nie langweilig geschrieben, obwohl es sehr ruhig erzählt ist. Das ist wahrlich ein Buch zum Träumen, eine fantasievolle Geschichte und auch ein Highlight der besonderen Art. Man muss es einfach lieben. Wen ich bisher nicht überzeugen konnte, es sich zuzulegen, der muss es nun erst recht kaufen, allein um sich zu überzeugen, das die Geschichte es verdient hat, gelesen zu werden. 

Ein wahrer Lesegenuss ..ich liebe es.

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